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Jan | 13 |
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Andrea Fraser Die Doppelvideoprojektion Soldadera (Scenes from Un Banquete en Tetlapayac, a film by Oliver Debroise) verschränkt zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Bildwelten: In einem kurzem Loop reitet Fraser als revolutionäre mexikanische Bäuerin gekleidet auf einem Pferd; in einem anderen liest sie in der Rolle der amerikanischen Kunstvermittlerin Frances F. Paine aus einem Brief vor, den diese 1930 an Abby Rockefeller richtete: Paine warb für mehr Ausstellungsmöglichkeiten mexikanischer Künstler wie Diego Rivera oder David Alfaro Siqueiros im Museum of Modern Art, unter anderem mit dem Hinweis, dass diese aufhören würden, Kommunisten zu sein, wenn sie mehr Anerkennung als Künstler erfahren würden.
Soldadera (1998—2002) wirft nicht nur die Frage nach dem Verhältnis von politischem Engagement, künstlerischem Schaffen und deren finanziellen Bedingungen auf, sondern reflektiert durch die Verknüpfung und Überlagerung verschiedener Referenzen, Zeiträume und Geografien auch, wie mit Bildern Geschichte erzählt wird, in welche visuellen und narrativen Texturen sie sich einschreiben und welches Eigenleben sie jeweils entfalten. Das dabei verwendete Filmmaterial entstand 1998 in Mexiko bei den Dreharbeiten zu Olivier Debroises Film Ein Bankett in Tetlapayac, der wiederum von den Dreharbeiten zu Eisensteins Film Que Viva Mexico! 1931 am gleichen Ort handelt. |
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