Dez4 Lygia Clarks Vorstellung ist es, dass das künstlerische Werk, das Caminhando (Wandern) von 1963, erst durch dessen Benutzung entsteht. Die Künstlerin schlägt eine Handlung vor und stellt die Utensilien für die »Erfahrung einer Zeit ohne Grenzen« zur Verfügung. Der Gast in dieser Versuchsanleitung schneidet sich ein Stück Papier von der Rolle und klebt es zu einer einmal in sich gewundenen Schlaufe. Es entsteht eine Art Möbiusband, ein Darstellungsversuch der Unendlichkeit und eines Raumgefühls, in dem die Relationen von oben und unten, rechts und links aufgehoben sind. Das Band wird in der Mitte durchstochen und der Länge nach durchschnitten. Kurz bevor der Kreis in zwei Hälften geteilt, das Ende der Schnittkante erreicht wird, weicht die Schere nach links oder rechts und zerschneidet nun jene Hälfte, auf die die Entscheidung fiel. Wird der Schnitt sorgfältig durchgeführt, entsteht eine ineinander verschlungene, immer größer werdende Schlaufe. zurück
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